Diese und weitere Themen finden Sie in der Ausgabe 1/12

„Urlaub vom Kopf“ ist das Ziel kreativer Methoden in der Psychotherapie. Jeder, der Psychotherapie aufsucht, hat ja schon endlos lange über seine Lebensprobleme gegrübelt. Nur ist oft nicht viel Neues passiert, trotz des enormen Energieaufwands. Das liegt daran, dass wir – im Bild gesprochen – dazu neigen, Probleme mit Hilfe bestimmter, gewohnter Algorithmen abzuarbeiten. Wir haben sie irgendwann einmal entwickelt, weil es damals hilfreich war, vielleicht haben wir sie auch im weiteren Leben noch ganz gut verwenden können und dabei gar nicht gemerkt, dass unser Vorgehen manchmal schon nicht mehr besonders effektiv war. Wer betroffen ist, merkt selbst, dass es nicht weitergeht, dass es trotz aller Bemühungen keine Fortschritte gibt – ob es darum geht, mit dem Partner einigermaßen auszukommen, sich nicht totzuarbeiten oder worum auch immer. Hier beginnt die Aufgabe des Therapeuten: Er soll nicht einfach die Sichtweise des Patienten akzeptieren, aus der sich für diesen ganz logisch bestimmte Verhaltensweisen ergeben, sondern – kreativ werden.

Leseprobe

Die Bedingungen für Kreativität. In einem Punkt sind sich alle Kreativitätsforscher einig: Sie beobachten einen Zusammenhang zwischen genialen Ideen und einem Zustand tiefer Entspannung. Es scheint so zu sein, dass eine „Modus-Umstellung“ von Aktion auf Entspannung, also das Hineinfinden in eine Ruhephase das wesentliche Moment beim Erschließen von Ressourcen ist. An dieser Stelle finden alle Modelle und Therapieformen zusammen. Die meisten Menschen kennen dieses Phänomen aus ihrem Alltag: Die besten Ideen kommen einem bekanntlich beim Autofahren oder unter der Dusche.

Leseprobe

Ob man sie „Hochreligiöse“ oder Fundamentalisten nennt – Hilfe bei einem Psychotherapeuten suchen sie nur, wenn es gar nicht mehr anders geht. Wie kann Therapie unter diesen Bedingungen gelingen?

Und neben vielen weiteren Themen:

Was passiert, wenn die „Erlebnislogik“ postmoderner Menschen und die „Gemeindelogik“ traditioneller Kirchen aufeinandertreffen?

Aufgewachsen in einer Suchtfamilie – ein Genesungsbericht